Tote Maus für Papas Leben von Marjolijn Hof, 2009

aus dem Niederländischen
von Heike Blatnik

Auditorix Hörbuchsiegel, 2010

Lesung mit Juliane Köhler
Regie: Judith Ruyters
Ton und Schnitt: Christoph Panizza / Giesing Team
Produktion: Der Audio Verlag 2009
2 CD| je ca.  55 Minuten

Das gleichnamige Buch ist erschienen im Bloomsbury Verlag, Berlin 2008
Gebunden, 104 Seiten, 9,90 EUR

Die zehnjährige Kiki hat Angst um ihren Vater. Das kommt öfter vor, denn er ist Arzt und hilft Kranken und Verletzten in Kriegsgebieten überall auf der Welt.  Er könnte Malaria bekommen oder von einer verirrten Kugel getroffen werden. Um die Wahrscheinlichkeit, dass ihm etwa passiert, zu verringern, stellt Kiki eine Rechnung auf:
Ein Kind mit einem toten Vater das gibt es selten, aber es kommt vor. Kinder mit einer toten Maus gibt es viele. Aber ein Kind mit einem toten Vater und einer toten Maus, das gibt es sehr, sehr selten.
Kiki überlegt sich zehn Arten einen Maus zu töten.
Doch dann wird ihr Vater vermisst und Kiki entschließt sich die Wahrscheinlichkeit, dass er stirbt noch einmal zu verringen. Wer kennt schon ein Kind mit einem toten Papa, einer toten Maus und einem toten Hund. So richtig gut konnte Kikki den alten Familienhund Mona sowieso nie leiden oder?

„[…]Obwohl es hier um existenzielle Fragen geht, um kindliche Ängste, ja um Leben und Tod, hat die niederländische Autorin keineswegs ein bedrückendes Buch geschrieben. Sie erzählt ihre Geschichte mit bewundernswerter Glaubwürdigkeit aus der Perspektive ihrer kleinen Heldin, und es ist ihr damit ein ungemein dichtes literarisches Kleinod gelungen, das seine Kraft und seinen Charme vor allem aus den unnachahmlichen Dialogen bezieht, die Meike Blatnik einfühlsam ins Deutsche übertragen hat.[…]“ Die Zeit, 20.11.2008

Marjolijn Hof wurde 1956 in Amsterdam geboren. Bevor sie begann Bücher zu schreiben, arbeitete sie lange Zeit als Bibliothekarin. “
Tote Maus für Papas Leben“ ist ihr erstes Jugendbuch und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. die „Goldene Eule“ und den „Luchs“

Juliane Köhler wurde 1965 als Tochter eines Göttinger Marionettenspielers geboren. Sie studierte Schauspiel in New York, avancierte am Münchener Residenztheater mit Rollen in Ibsens „Hedda Gabler“, „Das Kunstseidene Mädchen“ und Schnitzlers „Fräulein Else“ zum gefeierten Bühnenstar.
1995 wurde sie vom Bayerischen Kultusministerium als „Beste Nachwuchsschauspielerin“ ausgezeichnet.
Ihren großen Durchbruch im Kino sie 1999 mit dem Liebesdrama „Aimée und Jaguar“ unter der Regie von Max Färberböck und wurde für ihre Rolle als Lilly Wust u.a.  mit dem Silbernen Bären geehrt. 2003wurde „Nirgendwo in Afrika“,  von Charlotte Link mit Juliane Köhler in der Hauptrolle mit dem  Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film ausgezeichnet.  Juliane Köhler hat bereits mehrer Bücher für Verlage gelesen, u.a. „Nils Holgerson“ von Selma Lagerlöf für den Hörverlag.